Presse-Artikel

Vorfreude auf die erste Klasse

Das Schulstart-Festival in Bassum bietet Eltern und Kindern die Möglichkeit, sich auf „den Ernst des Lebens“ vorzubereiten

Syker Kurier vom 11.02.2019

von OTTO KIRMSE

Franka mahlt Korn für ihr Müsli mit einer Vertreterin der Landfrauen. FOTOS: JONAS KAKO

Bassum. Mit einem großen Gerätewagen vor der Eingangstür der Volksbank in Bassum machte das Technische Hilfswerk (THW) anlässlich des achten Schulstart-Festivals am Sonnabend auf sich aufmerksam. „Wir nutzen die Gelegenheit, um bereits frühzeitig die Jugend auf uns aufmerksam zu machen, denn es gibt seit Ende der Wehrpflicht nur noch wenig Nachwuchs. Früher nutzten viele junge Männer das THW, um nicht den Wehrdienst als Soldat leisten zu müssen“, erläuterte ein Beschäftigter, schon seit 50 Jahren bei der THW, warum sein Arbeitgeber sich beim Schulstart-Festival präsentierte.

„Wir möchten möglichst breit alles abdecken, was sich mit dem Lebensabschnitt ‚Schulbeginn‘ befasst. Wir haben 30 Aussteller, die ihre Produkte, Dienstleistungen oder ideellen Beiträge vorstellen. Es gibt unter anderem Beiträge zu den Bereichen Gesundheit und Bildung,“ erklärten die Organisatorinnen des Projekts, Dagmar Finkmann, Marketingleiterin der Volksbank und Annegret Tollkötter, Geschäftsleitung des Schreibgeschäfts Papier und Tinte. Zwar wird die nächste Einschulung noch ein halbes Jahr auf sich warten lassen. Aber sobald die Industrie die neuen Schulranzen Anfang des Jahres auf den Markt bringe, steigere sich das Interesse bei Kindern und Eltern. Daher sei es nicht zu früh, im Februar den Schulstart zu thematisieren.

Augen bis Zuckerkonsum

In der Schalterhalle im Erdgeschoss gab es ein reges Treiben, alle Stände fanden Interessierte, es wurden die Kindergesichter bei der Schminkstation geschminkt, es gab Waffeln und Popcorn für die Zwischenverpflegung. Das Waldpädagogik-Zentrum Hahnhorst hatte seinen Stand mit einer Vielzahl ausgestopfter Wildtiere der Region dekoriert. „Lernen, Erleben, Erfahren“ konnte man auf seinem Banner lesen und an einem Basteltisch konnte man mit Naturmaterialien kleine Mitbringsel erarbeiten. Ein Optiker bot sich mit einem einfachen Sehtest an, eine Praxis für Logopädie brachte ein wichtiges Anliegen knapp auf die Formel „Mit dem Kind sprechen“, ein wichtiges Anliegen in der Zeit der Computer, auf den Punkt. Keyboardtöne kamen aus dem Nebenraum, dort zeigte die Strings-Musikschule Bassum verschiedene Instrumente und erlaubte es ihren kleinen Gästen, sich unter Anleitung am E-Piano zu probieren.

Im selben Raum hatte auch die Stadtbücherei vielerlei Lesematerial für die Erstleser aufgebaut und zeigte zweimal ein Bilderbuchkino. Der Arbeitskreis Mundhygiene hatte sich mit einer Zahnarztpraxis zusammengetan, um auf die Schädlichkeit des Zuckerkonsums und die Notwendigkeit gründlichen Zähneputzens aufmerksam zu machen, an Übungsgebissen konnte man sich sofort in die richtige Putztechnik einweisen lassen. Nicht nur die Augen sollten geprüft sein, sondern auch für die Ohren wurde für einen Hörtest geworben.

Zum Tag der Einschulung gehört seit langem unverzichtbar das Foto vom ersten Schultag. Bei einem Fotografen konnte man schon einmal üben, er hatte zu diesem Zweck Schulbänke mitgebracht. Eine riesige Auswahl an Schulranzen konnte man in vielerlei Designs bewundern, sie hatten alle breite Tragegurte und waren überwiegend ähnlich einem Rucksack geschnitten. Wer den Schulalltag kennt, weiß, wie viel an Gewicht bereits die ersten Jahrgänge schultern müssen, robuste Ranzen mit verstellbaren Traggurten sollten die Kinder bei der Rückengesundheit unterstützen. Um gemeinsam mit den Besuchern zu singen, kamen in der Mittagszeit dann Matt & Basti. Flexibel passten sie sich den Wünschen der Kinder an und wechselten im Lied von „Komm mit, wir fliegen los“ zu „Komm mit, wir fahren los“ – die Kinder wollten lieber Auto fahren. Gemeinsamen fanden sich dann alle mit dem Maskottchen der Bank zusammen, um als Eisenbahn im Kreis zu fahren.