Presse-Artikel

Dokumentarische Kraft der Bilder

Beeindruckende Ausstellung mit lokalen Motiven der Bassumer Foto-Freunde (BAFF)

Kreiszeitung vom 10.11.2018

Von Berthold Kollschen

BASSUM - Es ist das Spiel mit Brennweiten und Blenden, die Komposition rund um den Goldenen Schnitt, das Abwägen zwischen der Darstellung in Schwarz-Weiß oder in Farbe sowie die Art der Präsentation, was die Ausstellung „Schon gesehen? Bilder aus Bassum und umzu“ der Gruppe Bassumer Fotofreunde (BAFF) ausmacht. Die Bilder sind in der Bassumer Volksbank noch bis Freitag, 30. November, während der Geschäftszeiten zu bewundern.

„Es ist unsere erste Ausstellung“, strahlt Uwe Kalin, einer der acht Hobbyfotografen der BAFF. Er hatte im Herbst 2014 die Idee, eine freie und offene Fotogruppe auf der Basis eines VHS-Kurses zu gründen und stieß dabei gleich auf reges Interesse. „Inzwischen haben wir mit Stefanie Drücke und Alfred Rozenvalds zwei Neue in unseren Reihen, was uns sehr gefreut hat“, so Kalin weiter.

„Bilder sagen mehr als tausend Worte.“ Mit dieser bekannten Aussage begann Maik Bandorski, Filialleiter der Bassumer Volksbank, seine Begrüßung einerseits der Hobbyfotografen als Protagonisten und andererseits der vielen Gäste, die sich zur Vernissage am vergangenen Donnerstag eingefunden hatten. „Ich bin begeistert, dass so viele gekommen sind“, freute sich Bandorski angesichts von über 100 Besuchern.

Beim Rundgang durch die Ausstellung, auf der insgesamt 66 Exponate verschiedenster Auffassungen zu sehen sind, beeindrucken die Schwarz-Weiß-Fotos der Hallstedter Sägerei von Fritz Kohnert besonders. Beim ersten Hinschauen bekommt man den Eindruck, dass es sich um nostalgische Bilder handelt. Beim zweiten Hinsehen stellt man jedoch fest, dass die Aufnahmen hochaktuell sind und durch ihre Präzision überzeugen.

„Alle unsere Bilder sind aus dem vergangenen und diesem Jahr“, informieren Kalin und Kohnert. „Es ist alles noch zu sehen, man muss nur genau hinschauen“, so die beiden weiter. Nicht umsonst haben die sieben Hobbyfotografen ihrer Ausstellung den Titel „Schon gesehen? – Bilder aus Bassum und umzu“ gegeben.

Jürgen Falk, seines Zeichens stellvertretender Bürgermeister und privat hochinteressierter Besucher der Vernissage, spricht von einer dokumentarischen Kraft der Bilder, die besonders Handwerksbetriebe der Jetztzeit schon fast als Industriedenkmäler erscheinen lässt.

Bernd-Fred Heyne von der Bassumer Arbeitsstelle der Kreis-VHS stellt fest, dass es gut war, jedem der beteiligten Fotografen die Präsentation seiner Bilder selbst zu überlassen. So konnte jeder für sich entscheiden, wie sein Foto am besten wirkt. Insgesamt zeigt er sich von den Exponaten sehr beeindruckt.