Presse-Artikel

"Wir sind zufrieden"

Volksbank blickt aufs Geschäftsjahr: Bilanzsumme und Kundeneinlagen wachsen

Kreiszeitung vom 31.05.2018

Von Ulf Kaack

SYKE -  Pflicht des Kaufmanns ist es, einmal im Jahr den Bilanzstrich unter das Geschäftsjahr zu ziehen. Das taten Vorstand und Aufsichtsrat der Volksbank am Dienstag im Syker Theater vor 154 Vertretern sowie 89 Mitarbeitern.

Und was Vorstandsmitglied Markus Lüers zu vermelden hatte, war ein nahezu durchgängig positives Zahlenwerk. „Wir sind zufrieden“, brachte er es für die Geschäftsleitung auf den Punkt, was mit Blick auf die gesamteuropäische Bankenlandschaft durchaus als Understatement betrachtet werden darf.

Trotz niedriger EZB-Zinsen wiesen die auf einer Großleinwand visualisierten Verläufe der Geschäftsentwicklung durch die Bank nach oben.

Bilanzgewinn von knapp 890 000 Euro

Der VoBa-Chef berichtete von einem Anwachsen der Bilanzsumme um 32 auf 811 Millionen Euro. Die Einlagen der Kunden stiegen um 37 auf 593 Millionen Euro, wobei angesichts des wenig attraktiven Zinsniveaus differenziertere Anlageentscheidungen mit sensibler Ertrag-Risiko-Abwägung bei den Kunden zu verzeichnen ist, was seitens der genossenschaftlichen Finanzexperten auch nachdrücklich empfohlen wird.

Auch das Kreditgeschäft erwies sich 2017 – wie in den Vorjahren – in einem gesunden Aufwind. Das Gesamtvolumen aus privaten und gewerblichen Darlehen stieg um 17 auf 474 Millionen Euro. „Wir sind ein Motor der heimischen Wirtschaft in den boomenden Regionen Syke, Bassum, Stuhr und Weyhe“, sagte Markus Lüers, verwies dabei gleichzeitig auf das gut verlaufene Immobiliengeschäft seines Hauses, und fügte an: „Und die gesunde heimische Wirtschaft ist ein Motor für uns.“

Was unter dem Strich an Überschuss verblieb, gab der Aufsichtsratsvorsitzende Carsten Fischer bekannt: „Exakt 889.911,07 Euro beträgt der Bilanzgewinn.“ Dabei blieb der erwirtschaftete Zinsüberschuss trotz gesteigerter Volumina auf Vorjahresniveau.  Die Ertragssteigerung begründet sich im Wesentlichen durch den zehnprozentigen Anstieg des erwirtschafteten Provisionsüberschusses sowie eine leichte Reduzierung beim Verwaltungsaufwand.

Kritische Worte waren nicht zu hören

Kritische Worte waren aus der Vertreterversammlung nicht zu hören. Ganz offensichtlich war man hochzufrieden mit der Arbeit der Geschäftsleitung und der 166 Volksbank-Mitarbeiter. So votierten die Genossen am Ende einstimmig für eine vierprozentige Dividende an die Kapitalgeber sowie die Einstellung von rund 610 000 in die Rücklagen.