Presse-Artikel

Der neue, alte Unterstützer

Jochen Badtke ist seit Kurzem Vorsitzender des Fördervereins für das Weyher Freibad – Ideen gibt es genug

Regionale Rundschau vom 17.04.2018

Von STEPHEN KRAUT

Weyhe. In der Sonne glitzern die Schwimmbecken des Weyher Freibades, einzig die Menschen fehlen noch. „Ein paar Arbeiten sind noch zu erledigen“, berichtet Betriebsleiter Markus Kuske. Das Unkraut wird beispielsweise noch von den Steinen entfernt, die Beete geräumt und der Beckenboden erhält noch einmal eine Reinigung. Trotzdem gibt es bereits einige neue Dinge zu bestaunen. Und auch der Vorsitzende des Fördervereins ist im Freibad zwar bereits ein alter Bekannter, die Position hat er aber erst seit Kurzem inne.

„Die vergangenen Monate waren vor allem nass und kalt“, erinnert Jochen Badtke, der neue Vorsitzende des Fördervereins. „Jetzt wollen wir in die Gänge kommen.“ Untätig war sein Verein aber nicht, denn mit Unterstützung der Kreissparkasse und der Volksbank schafften die Unterstützer des Freibades zwei neue Sportuhren und bereits im vergangenen Jahr sechs neue Sitzgarnituren an. Etwa 2000 Euro kamen dafür von der Sparkasse, die Volksbank gab noch einmal 1000 Euro dazu. „Wir danken Ihnen dafür, und wir brauchen Sie auch“, richtete Badtke das Wort an die Vertreter der beiden Banken. Denn während es mit den vorher vorhandenen vier Sitzgarnituren laut Kuske schlichtweg zu wenig entsprechenden Platz gab, waren die alten Uhren kaputt. „Altersschwäche“, begründet Badtke das.

Er ist dankbar für die Unterstützung, weiß aber auch um die lange Ideenliste, die es noch gibt für das Freibad. „Man muss immer schauen, was umsetzbar ist“, sagt er. Aber auch wenn er erst seit Kurzem hauptverantwortlich für den Förderverein ist, weiß er doch genau um die Situation rund um das Freibad. „Ich war 15 Jahre im Vorstand des Weyher Schwimmvereins, zwölf Jahre davon als Vorsitzender“, berichtet der 74-Jährige. Eigentlich wollte er, nachdem er die Leitung dort abgab, auch keinen neuen Vorstandsposten mehr bekleiden. „Aber zuletzt fand sich niemand, der das übernehmen wollte“, sagt Badtke mit Blick auf den Förderverein. Also erklärte er sich bereit, diese Aufgabe anzugehen.

Das übergeordnete Ziel des Vereins, stellt er klar, liegt in der Unterstützung, das Weyher Freibad noch möglichst lange zu erhalten. „Aber die Politik bezuschusst es nicht nur, sondern investiert auch immer wieder. Das ist aus meiner Sicht ein gutes Zeichen, dass es nicht so bald geschlossen wird“, glaubt Badtke. Aber davon abgesehen hat er sich verschiedene weitere Ziele auf die Fahne geschrieben: „Ich möchte die Öffentlichkeitsarbeit weiter stärken“, verrät er. Das Freibad sei ein Aushängeschild der Gemeinde, das man noch weiter stärken müsse. Kuske ergänzt: „Wir gehören hier in der Region zu den günstigsten beheizten Freibädern.“

Mit Blick auf den Spielbereich für Kinder ergibt sich für den Vorsitzenden aber auch ein weiterer Bereich, bei dem er ansetzen möchte. „Wir würden gerne eine Kletter-Pyramide dort aufstellen“, erklärt er, ergänzt aber, dass es ohne Unterstützung, beispielsweise seitens der Banken, nicht funktionieren wird. „Die kleinste Variante kostet zwischen 6000 und 7000 Euro – und dann muss auch noch ein Fundament errichtet werden“, so Badtke. Wobei man das womöglich noch in Eigenarbeit tun könne.

Aber die Ideenliste ist auch sonst lang. „Nicht jeder Vorschlag kann umgesetzt werden, aber die Menschen müssen in jedem Fall eine Antwort erhalten“, betont Badtke. „Kommunikation ist wichtig.“ Das sieht er auch bei den Arbeitsdiensten und Veranstaltungen. „Ich habe mir noch kein rechtes Bild davon gemacht, aber die Aufgaben können nicht immer nur an einigen wenigen Leuten hängenbleiben“, sagt er. Auch dort setzt der 74-Jährige auf die persönliche Ansprache. Aber nun soll es erst einmal in die kommende Saison im Freibad gehen. Wann die beginnt, wollte die Gemeinde Weyhe noch nicht verraten, aber Kuske versichert: „Wir liegen gut im Zeitplan.“ Und auch dann bleibt für Badtke noch einiges zu tun für sein Freibad.