Presse-Artikel

Geldsegen für Vereine

Volksbank beglückt Schützen, Sportler, Retter in der Not, Tänzer und Dörpkieker

Syker Kurier vom 13.01.2018

Bassum. „Jedes mal aufs Neue ist das schön“, begrüßte Maik Bandorski am Donnerstagnachmittag die Gäste in der Bassumer Volksbank. Und damit bezog er sich auf die alljährliche Vergabe von Geldspenden, die durch das Gewinnsparen der Bank zusammengekommen sind. Die Reinerlöse brachten 2017 eine Summe von 59 647,60 Euro, die im Laufe des Januars an 57 Vereine im Diepholzer Nordkreis verteilt werden.

Der Leiter der Bassumer Filiale konnten in dieser Woche sieben Vereine mit einem kleinen Geldsegen erfreuen. 7200 Euro hatte Bandorski zu vergeben, und diese Aufgabe teilte er sich mit Kundenberaterin Ingrid Bruns, die gleich den ersten Vereinsvertretern ein Lächeln auf das Gesicht zaubern konnte.

Für die Freiwillige Feuerwehr Bassum-Dimhausen durfte Volker Schorling 500 Euro entgegennehmen. Die sollen in T-Shirts fließen. Jedes Mitglied, von jung bis alt, soll für gemeinsame Freizeitaktivitäten ein einheitliches Oberteil bekommen. „Die Kleinen sollen sich mit den Älteren identifizieren können – und andersherum“, erklärte der Ortsbrandmeister. Gut 120 Trikots müssen so bedruckt werden. Die 500 Euro von der Volksbank decken nur einen Teil der Kosten. Firmen aus Dimhausen haben bereits großzügig gespendet, freute sich Schorling. „Jetzt haben wir das Geld zusammen und können starten.“

Und eine weitere Wehr konnte sich über 500 Euro freuen – zumindest indirekt, denn das Geld ging an den Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Bassum. Es soll dem Spielmannszug zu Gute kommen. Dessen Leiterin erläuterte die Verwendung: „Wir haben einen Trommler, der ist neun Jahre alt und müsste eigentlich noch warten bis er 14 ist, um die richtige Trommel zu spielen.“ Die sei nämlich noch deutlich zu schwer für ihn, erklärte Kerstin Huhmann-Rosengart. Damit der Junge allerdings schon vorher die Trommelstöcke bei Umzügen schwingen kann, soll ein ultra-leichtes Exemplar angeschafft werden. Auch eine Lyra, ein „vertikales Glockenspiel“, soll in einer leichteren Version besorgt werden, damit die Spielerin keine Rückenschäden davon trägt.

Vier Schützenvereine gehören außerdem zu den Profiteuren der Geldspenden. In Sportwaffen fließt das Geld allerdings nur bei den Schützen aus Osterbinde-Eschenhausen und Pestinghausen-Högenhausen-Leerßen (PHL). Erstere investieren ihre 500 Euro in ein Kleinkalibergewehr. Der Schützenverein PHL steckt sein Geld in ein Jugendgewehr. Vier Schützen im Alter von zehn bis 13 Jahren müssen sich bei dem Verein ein Gewehr teilen, sagte Silke Glade-Henke. Entsprechend lange müsse ein jeder Jungschütze warten, bis er seine Schüsse setzen kann, erklärte die Jugendspartenleiterin. Mit einem zweiten Gewehr, das mit drei Kilo deutlich leichter ist als die Sportwaffen für Erwachsene, sollen bei den Übungsabenden künftig mehr Jugendliche zum Zug kommen.

Auch beim Schützenverein Bassum soll aufgerüstet werden. Jedoch nicht mit Waffen, sondern mit Schießständen. Zehn seien es derzeit, erklärte Frank Poppe, der Vorsitzende des Bassumer Schützenvereins von 1848. Die 500 Euro von der Volksbank sollen in eine elektronische Trefferanzeige fließen.

Den vierten Schützenverein plagt ein ganz anderes Problem. Beim Schützenfest in Apelstedt hat der Fahnenmast das Zeitliche gesegnet. Da der aus Holz ist und auch sein Nachfolger kein Aluminiumgestänge werden soll, ist Ersatz teuer. Der Alte hatte bereits einige Jahrzehnte auf dem Buckel, sagte Tanja Guddat, „er war von 1920 oder 1921“. Bis zum diesjährigen Schützenfest soll ein neuer Mast gedrechselt werden. Für dieses Projekt hat Guddat bereits einen Experten in Süddeutschland ausgemacht. Der neue Mast soll dann auch einen kleinen Vorteil mit sich bringen: ein kleineres Gewinde, sodass er sich schneller abmontieren lässt.

Über den größten Zuschuss des Abends konnten sich De Dörpkiekers aus Bassum freuen. Sie erhielten einen Zuschuss von 700 Euro für ihr Treckerkino. Zweimal konnte der Verein schon Schaulustige zum Filmgucken im Freien ermuntern. Doch wann dieses Event ein drittes Mal stattfindet, „das steht noch in den Sternen“, sagt Ulrike Wohlers. „Wir wollen es nicht in jedem Jahr machen, es soll etwas Besonderes bleiben.“ Noch dazu ist eine Veranstaltung wie diese ganz schön teuer. Die Finanzspritze soll ihnen nun allerdings Motivation sein, ein weiteres Mal einen Kinoabend zu veranstalten. „Dieses Jahr allerdings nicht mehr“, stellt Wohlers klar.

Viel Aktion gibt es dafür bei den Phönix-Line-Dancern, die sich für ihre Übungsabende im Hotel Zur Post in Neubruchhausen eine vernünftige Musikanlage wünschen. Seit elf Monaten tanzen die Mitglieder zum Klang einer geliehenen Anlage. „Die lässt aber zu wünschen übrig“, erklärt Hans-Joachim Scholz, einer der Vereinsgründer. 500 Euro gab es dafür von der Bank.

Die selbe Summe floss an den DRK-Bereitschaftsdienst in der Lindenstadt. Die steckt das Geld in eine Vakuummatratze. Die komme besonders bei Menschen mit Wirbelsäulenverletzungen zum Einsatz, weil sie sich der individuellen Körperform anpasst und den Verletzten beim Transport stabilisiert, erklärte Bereitschaftsleiter Rainer Schneider.

Für die Tischtennissparte des TSV Bassum nahm Spartenleiter Torsten Meyer 500 Euro an. Die sollen in die Anschaffung von Tischtennisplatten für die Jahnhalle fließen. „Die Tische sind aus den 80er-Jahren“, sagt Meyer, es werde also Zeit für eine Neuerung.

Jeweils 1000 Euro gab es bereits im Vorfeld für die Piazzetta und den Förderverein Lions-Club Bassum Klosterbach-Delme.