Presse-Artikel

Nah dran am Menschen

Volksbank Syke-Bassum digital im Wandel / 2018 Fusion mit Delmenhorst-Schierbrok

Kreiszeitung vom 23.03.2017

Von Heiner Büntemeyer

Foto: bt/Kreiszeitung
Banker und Gast (v.l.): Ludger Voß, Christian Schliehe, Markus Lüers, Stefanie Rühe, Bernd Meyer, Carl-Ludwig Behrens. - Foto: bt

SYKE/BASSUM - Der digitale Wandel verändert das Kundenverhalten auch bei Banken. Diesem Trend passt sich die Volksbank an, die im vorigen Jahr die Kundenkontakte analysiert und darauf reagiert hat. „Wir möchten gern nah dran sein an den Menschen der Region“, erklärte Volksbank-Vorstandsmitglied Markus Lüers am Dienstag während der Ortsversammlung im Gasthaus Lüdeke in Nordwohlde.

„Zukunft sichern und gestalten“ sei das Ziel. Mit den Erkenntnissen der Vergangenheit werde die Volksbank dem digitalen Wandel und dem entsprechend veränderten Kundenverhalten Rechnung tragen. Eine Konsequenz seien sogenannte „Kompetenzzentren“ mit einem umfangreichen Angebot und persönlicher Beratung. An weiteren 20 Standorten werden weiterhin Geldautomaten und Auszugdrucker vorgehalten. Neu ist der Telefonservice, den Service-Teams montags bis freitags zwischen 8 und 18 Uhr anbieten. Außerdem werden bankeigene Apps optimiert, über Facebook ist die Volksbank ebenfalls erreichbar.

Ein weiterer Schritt in die Zukunftsfähigkeit sei die geplante Fusion mit der Volksbank eG Delmenhorst-Schierbrock. „Wir müssen nicht fusionieren, wir wollen“, kennzeichnete Lüers diese Pläne, denn nach seiner Ansicht passen beide Institute mit ihrem Angebot perfekt zueinander. Ziel sei eine Fusion zum 1. Januar 2018. „Allein sind wir stark, gemeinsam sind wir stärker“, so Lüers.

Trotz der schwierigen Zinssituation verzeichnete die Volksbank 2016 eine zufriedenstellende Geschäftsentwicklung. In allen Bereichen wurden steigende Zahlen verzeichnet. Die Bilanzsumme stieg von 737 Millionen Euro auf 779 Millionen. Neben einem Bilanzgewinn in Höhe von 800.000 Euro konnte die Eigenkapitalbasis noch um 3,7 Millionen Euro gestärkt werden, so dass eine Dividende in Höhe von vier Prozent ausgezahlt wird, wenn die Vertreterversammlung diesem Vorschlag zustimmt.

Auf der Aktivseite wurden an Kunden Kredite in Höhe von 458 Millionen Euro vergeben, 23 Millionen mehr als 2016. Ein Drittel dieser Kredite nahmen private Kunden auf, zwei Drittel gingen an gewerbliche Betriebe. Dass sich trotz null Zinsen die Höhe der Kundeneinlagen um 42 Millionen Euro auf 556 Millionen Euro gesteigert haben, wertete Lüers als Vertrauensbeweis der Kunden.

Bei Schufa Anspruch auf Berichtigung

Dass die Volksbank im Kundenwertpapiergeschäft interessante Angebote bietet, bestätigt nach Lüers Aussage die Steigerung der Depots um 13 Millionen auf jetzt 200 Millionen Euro.

Die Privatkunden-Beraterin Stefanie Rühe berichtete über die Anstrengungen der Volksbank, junge Menschen für den Bereich „Finanzen“ fit zu machen. Sie stellte zwei Maßnahmen vor: In den Berufsschulen erhalten sie Informationen darüber, was sie mit ihrem ersten selbst verdienten Geld machen könnten. Sie werden über vermögensbildende Leistungen, Bausparen, Versicherungen und staatliche Förderung informiert, lernen den Umgang mit einem Girokonto und erfahren mehr über Aktien und Fonds.

In allen allgemeinbildenden Schulen können Schüler in Kooperation mit der Schuldnerberatung des Diakonischen Werkes ab dem 8. Schuljahr einen „Finanzführerschein“ erwerben, der auch den Bewerbungsunterlagen hinzugefügt werden kann.

Über die Aktivitäten der Schufa informierte Ludger Voß. Auf Nachfrage bestätigte er, dass jeder in der Schufa Geführte einen Berichtigungsanspruch habe, falls die Daten nicht stimmten. Im Zweifel würde ein Ombudsmann eingeschaltet. Grundsätzlich schaffe die Schufa durch ihre Auskünfte die Basis für Vertragsabschlüsse. Jeder Bürger habe einmal im Jahr ein Auskunftsrecht.