Presse-Artikel

Volksbank Syke steigert Bilanz

Fusion mit Delmenhorst ebenfalls Thema bei Ortsversammlung

Syker-Kurier vom 16.03.2016

von CLAUDIA IHMELS

Bernd Meyer (rechts) stellte die Bilanz der Volksbank vor. Auch die beiden weiteren Vorstände Carl-Ludwig Behrens und Markus Lüers (von links) nahmen an der Ortsversammlung teil. - Foto: Volksbank eG, Syke

Landkreis Diepholz. Bewegte Zeiten für die Volksbank Syke – doch der Vorstand sieht das Unternehmen gut gerüstet. Das machte Bernd Meyer, neben Carl-Ludwig Behrens und Markus Lüers eines der drei Vorstandsmitglieder, am Dienstagabend während der Ortsversammlung der Genossenschaftsbank im Gasthaus Nobel in Moordeich mehrfach klar. „Zukunft sichern und gestalten“ sei das Motto, unter dem die Bank die laufenden Veränderungen umsetzen will.

Wie berichtet, plant die Volksbank Syke die Fusion mit der Volksbank Delmenhorst Schierbrok. Ein nächster Schritt dahin sind nun Verhandlungen mit den Delmenhorstern, berichtete Meyer. „Beide Banken müssen nicht, sie wollen miteinander fusionieren“, betonte er vor den zahlreichen Gästen im Gasthaus Nobel. Insgesamt nehmen an den vier Ortsversammlungen im Vertriebsgebiet laut Volksbank mehr als 1000 Mitglieder und Kunden teil. „Mit der Fusion erhalten wir uns langfristig Handlungsspielräume“, führte Meyer weiter aus. Ziel der Verhandlungen ist der Zusammenschluss bis Mitte 2018. Dem müssen im ersten Halbjahr 2018 noch die Vertreterversammlungen zustimmen. Wenn es eine Mehrheit von 75 Prozent für die Fusion gibt, soll diese rückwirkend zum 1. Januar 2018 in Kraft treten.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Volksbank ihr Filialnetz umgebaut. An sechs Standorten wurden die Schalter geschlossen, stattdessen ein telefonisches Service- Team aufgebaut und das Beratungsangebot ausgebaut. Hintergrund sei ein verändertes Kundenverhalten, wie Meyer berichtete. Nur noch ein bis zwei Mal im Jahr würden die Kunden durchschnittlich in die Filiale kommen, aber 15- bis 20-Mal mobile Dienste der Bank nutzen. Mit dem telefonischen Service habe man gute Erfahrungen gemacht. Laut Meyer würden dort auf ein Jahr hochgerechnet 94 000 Anrufe eingehen. „Tendenz steigend“, sagte er und fügte hinzu: „Ein reines Offline- oder ein reines Online- Angebot hat für uns keine Zukunft.“

Anschließend ging er auf die geschäftliche Entwicklung der Volksbank im Jahr 2016 ein. Demnach liegt die Bilanzsumme bei 779 Millionen Euro (2015: 737 Millionen Euro). Diese „erfreuliche Entwicklung“, so das Vorstandsmitglied, resultiere aus dem Kundengeschäft. 458 Millionen Euro hat die Volksbank Syke 2016 an Krediten an Kunden vergeben, 23 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Die Kundeneinlagen beliefen sich Ende 2016 auf 556 Millionen Euro, eine Steigerung um 42 Millionen Euro zu 2015. „Wir sehen das als Vertrauensbeweis unserer Kunden“, sagte Meyer.

Auch das Kundenwertpapiergeschäft habe sich unter Einbeziehung der Union-Depots gut behaupten können. Mit 200 Millionen Euro lagen die Bestände um 13 Millionen Euro über denen des Vorjahres. „Wir planen, der Vertreterversammlung wie in den letzten Jahren eine Dividende von vier Prozent vorzuschlagen“, sagte Meyer zum Abschluss.