Presse-Artikel

Trump-Sieg wäre Schock für die Aktienmärkte

Kommunikationsforum Wirtschaft der Volksbank

Kreiszeitung vom 28.10.2016

Widmeten sich Wirtschaftsfragen: Björn Jüttner (von links), Karsten Weber, Markus Lüers und Reiner Dorhmann - Foto: Volksbank

BASSUM  - Wie stellt sich die Bank für die Zukunft auf? Welche Auswirkungen hat es auf die Aktienmärkte, wenn Donald Trump Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika wird? Und welche Wirkung hätte die Wahl von Hillary Clinton? Solche Fragen beantworteten zwei Experten im Kommunikationsforum Wirtschaft in der Volksbank in Bassum, das bereits zum sechsten Mal veranstaltet wurde.

„Im Kommunikationsforum geht es darum Lehrern volkswirtschaftliche Themen näher zu bringen und sich mit ihnen zu vernetzen“, erläutert Marketing-Referentin Dagmar Finkmann. Dieses Mal habe man sich für zwei Themen entschieden: „Banken im Zeitalter der Digitalisierung – Antworten auf verändertes Kundenverhalten“, gehalten von Björn Jüttner, Bereichsleiter Privatkunden und „Konjunktur und Kapitalmärkte“ von Reiner Dohrmann, Bankenbetreuer der DZ-Bank Hannover.

55 Teilnehmer fanden sich im Forum ein, darunter Schüler des Beruflichen Gymnasiums Syke, Auszubildende der Volksbank im dritten Lehrjahr und Lehrer der Berufsbildenden Schulen Syke, der Realschule Syke und der KGS Kirchweyhe.

Im ersten Vortrag habe Jüttner dargestellt, welchen Herausforderungen sich die Volksbank stellen muss und welche Antworten sie gibt. „Es ist ein Fakt, dass zum Beispiel immer weniger Kunden in die Filialen kommen, während die Nutzung von Online-Banking zunimmt“, so Finkmann. Doch natürlich gebe es immer noch zahlreiche, gerade ältere Kunden, die ihre Bankgeschäfte weiterhin in einer Filiale abwickeln möchten. „Das Bankwesen verändert sich und der Kunde entscheidet wie“, so Finkmann.

Im zweiten Vortrag blickte Dohrmann zurück auf die Krisenjahre 2015 und 2016 und wagte einen Ausblick: „Sollte Trump siegen, wird es einen kurzen Schock an den Aktienmärkten geben, ähnlich wie nach dem Brexit“, so Finkmann. „Langfristig wird sich seine Präsidentschaft negativ für das Land als Einwanderungsland auswirken – aber positiv für Öl, Energie und Rüstung.“ Bei Clintons Sieg werde es eine moderat positive Reaktion geben. Die Ausgaben für Infrastruktur werden sich gut auf Konjunktur und Aktienmärkte auswirken, weshalb euopäische und deutsche Unternehmen denken, dass Clintons Sieg besser wäre.

Als erfreulich bezeichnete Finkmann die vielen Fragen, die die Gäste stellten. „Diese Veranstaltung lebt schließlich vom Dialog.“ Zum Schluss gab sie noch einen kleinen Tipp für diejenigen, die sich für Finanz- und Wirtschaftswissen interessieren, aber bei vielen Artikeln in Fachsprache oft das Gefühl haben, nicht mehr folgen zu können. „Auf Bielmeiers Blog werden diese Themen gut verständlich erläutert“. - juk