Presse-Artikel

Hilfe zur Selbsthilfe

Volksbanken der Region richten Crowdfunding-Portal ein

Kreiszeitung vom 03.01.2015

Der FC Sulingen plant auf der Vereinsanlage in Nordsulingen einen Unterstand speziell für die Nachwuchskicker. Die Krippe des Kindergartens Lummerland in Vogtei wünscht sich neue Spielgeräte für das Außengelände. Der Rehburger Sportverein benötigt dringend neue bewegliche Fußballtore für das Trainingsgelände. "Ein jedes Projekt ist förderwürdig", sagt Kirstin Dauelsberg von der Volksbank Sulingen. Gemeinsam mit fünf weiteren Volksbanken setzt die Volksbank Sulingen auf Crowdfunding,  zu Deutsch: Schwarmfinanzierung.

„Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele“, sagt Dauelsberg mit Blick auf den Genossenschaftsgedanken.

Die Volksbank Sulingen und ihre Partner, die Volksbanken Aller Weser, Diepholz-Barnstorf, Nienburg, Steyerberg und Syke, sehen in ihrem Projekt eine Art Hilfe zur Selbsthilfe, wollen das soziale Engagement sozialer, karitativer und kultureller Einrichtungen, von Initiativen und Vereinen stützen. „Dreh- und Angelpunkt ist eine Internetplattform, über die die einzelnen Projekte abgewickelt werden“, heißt es in der Projektbeschreibung.

Mitte Dezember hatten die Genossenschaftsbanken, für die Kirsten Dauelsberg die Koordination übernommen hat, die Seiten www.vb-spendenportal.de online gestellt.

„Aus dem Geschäftsgebiet der Volksbank Sulingen sind aktuell der FC Sulingen und der TSV Süstedt mit ersten Projekten online und bitten die Bürger der Region um Unterstützung”, sagt die Projektkoordinatorin.

Bevor FC und TSV im Internet um finanzielle Hilfen bitten konnten, galt es nach der Vorbereitungs- und Bearbeitungsphase online auf www.vb-spendenportal.de um Fans für ihre Vorhaben zu werben, die mit ihrer digitalen Stimmabgabe die Notwendigkeit unterstreichen.

Die Zahl der Fans, die binnen einer Frist von 14 Tagen hinter das Projekt zu vereinen sind, richtet sich nach dem Investitionsvolumen, mit dem Verein oder Einrichtung kalkulieren.

Kirsten Dauelsberg: „Danach beginnt die Finanzierungsphase.“ Sprich: das Einwerben von Spendengeldern. „Dabei unterstützen wir, indem wir das Projekt bekannt machen“, erklärt die Volksbank-Mitarbeiterin, „nicht nur über das Portal selbst, sondern auch bei der Nutzung anderer Netzwerke.“

Die Finanzierungsphase endet exakt zwölf Wochen nach Beginn der Vorbereitung. „Ist der erforderliche Spendenbetrag zusammengekommen, wird das Geld ausgezahlt. Ist der Betrag nicht zusammengekommen, fließt das Geld zurück an die Spender.“

Mit „www.vb-spendenportal.de“ sei im Dezember die erste digitale Crowdfunding-Plattform für gemeinnützige Vorhaben in der Region online gegangen. „Wir glauben, mit dem Projekt das individuelle soziale Engagement in der Region zu stärken und für alle Bürger gut sichtbar zu bündeln“, sagt Koordinatorin Dauelsberg.

Bundesweit betreiben aktuell 13 Genossenschaftsbanken ähnliche Portale. Tendenz: Schnell steigend.