Presse-Artikel

Bilanzen: Kein Grund zur Panik

Lars Nordbruch neu im Aufsichtsrat der Volksbank / Sven Plöger als Gast bei Vertreterversammlung

Kreiszeitung vom 05.07.2014

Von Anika Bokelmann. STUHR

Unter das Motto „Für Sie in Bewegung“ hatte die Volksbank ihren Jahresbericht gestellt. Den 149 stimmberechtigten Vertretern sowie 130 Gästen und Mitarbeitern stellte Anders zunächst die Bilder des Hefts vor, die den Moordeicher Filialleiter und Radmarathonfahrer Gerrit Stöver auf seiner 13-stündigen Tour durch das Geschäftsgebiet zeigen. Damit werde der Antrieb der nachhaltigen Begleitung von Kunden unterstrichen.

Erfreuliche Ergebnisse gab es im Anschluss: So war die Rede von einer ausgeglichenen Bilanz (660685463,19 Euro). Die Steigerung um zehn Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr resultiert laut Vorstand Greschuchna aus dem Wachstum des Kredit- und Einlagengeschäfts. Auch der Gewinn sowie ein Mitglieder-Zuwachs stimmten zufrieden. Die Mitglieder freute die sechsprozentige Dividende, die auf das Geschäftsguthaben ausgeschüttet werden soll.

Dass Panik nicht nur hinsichtlich des Berichtsjahrs unnötig sei, erklärte Sven Plöger in seinem Vortrag „Gute Aussichten für morgen. Wie wir den Klimawandel bewältigen und die Energiewende schaffen können“. Der TV-Moderator und Diplom-Meteorologe beleuchtete die Rolle aller Beteiligten an Ressourcen-Knappheit, Extremwettern und der Klimapolitik –besonders die der Medien, die mit „ihren apokalyptischen Übertreibungen“ ein falsches Bild zeichnen würden. „Wir müssen den Klimawandel als Warnsystem sehen“, lautete eine These des launigen, fast zweistündigen Vortrags, in dem Plöger auch erklärte, dass das Klima sich schon immer verändert habe. „Jetzt geht es eben nur schneller.“

Veränderungen gab es 2013 auch beim Internetauftritt der Volksbank. So ergänzen mehrere Online-Produkte die Betreuung in den Filialen Syke, Bassum, Stuhr und Weyhe sowie den Ortschaften. „Damit werden wir dem Verbraucherverhalten gerecht“, sagte Greschuchna. Kritik übte er an den Auswirkungen der Finanzmarkt-Krise. „Der Sinn der Melde- und Dokumentationsvorschriften ist häufig nicht zu erkennen“, so der Vorstand. Das niedrige Zinsniveau würde für die Kunden vor allem Kaufkraftverlust und negative Auswirkungen auf die Altersvorsorgeleistungen bedeuten, so Greschuchna.

Positiver fiel der Bericht zum gesellschaftlichen Engagement aus. So gab es mehrere Veranstaltungen wie „Bassum Jazz“ und „Oper und Operette auf dem Lande“. Weiterhin erfreute die genossenschaftliche Bank Vereine und Institutionen mit Spenden. Am Donnerstag spendete die Versammlung 1500 Euro an die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Darüber freute sich Bernd Anders, der diese als Abschiedsgeschenk sah. Die Aufgaben des Aufsichtsrats übernimmt künftig Lars Nordbruch aus Moordeich. Im Rahmen der Wahlen wurden Martina Jordan-Just und Carsten Fischer als Aufsichtsratmitglieder für weitere drei Jahre bestätigt.