Presse-Artikel

Die "Oscars" des Breitensports

Kreiszeitung vom 23.09.2014

Volks- und Raiffeisenbanken und der Deutsche Olympische Sportsbund vergeben "Sterne des Sports" an Vereine

Freude über die "Sterne des Sports"

von Martina Kurth-Schumacher

Landkreis. Ehrungen, Lob und Preisgelder - die seit 2004 von den Volks- und Raiffeisenbanken und dem Deutschen Olympischen Sportbund vergebenen "Sterne des Sports" gelten als die "Oscars" des Breitensports. Ausgezeichnet werden Vereine für herausragendes gesellschaftliches Engagement.

16 Vereine hatten sich im Regionalausscheid um den „Stern des Sports“ in Bronze beworben. Eine 12-köpfige Jury – Vertreter der Volksbanken Syke-Bassum, Diepholz-Barnstorf, Nienburg, Steyerberg, Aller-Weser, Vechta und Sulingen und Vertreter der Kreissportbunde – wählte fünf Vorzeigeprojekte aus.

Zur feierlichen Preisübergabe begrüßte Vorstandsvorsitzender Jörn B. Nordenholz Abordnungen der Vereine, der Sportverbände und der Volksbanken in den Räumen der Volksbank eG Sulingen.

Mit einem ersten Preis, dotiert mit je 1500 Euro, wurden der TSV Schwarme und der TSV Hassel ausgezeichnet. Der TSV Schwarme von 1907 hatte mit dem Projekt „Familientriathlon“ überzeugt, der TSV Hassel mit der Aktion „Sportabzeichen ist machbar, Herr Nachbar“. Beide qualifizierten sich damit für den Landeswettbewerb („Sterne des Sports“ in Silber).

Die Triathlon-Abteilung des SC Weyhe stellt mit dem sehbehinderten Sportler Nick Hämmerling ein perfektes Beispiel für Inklusion. Sie wurde mit dem zweiten Platz belohnt. Schützenverein Leeseringen und Umgebung ist der Zweitplatzierte aus dem Landkreis Nienburg. Der Verein hat sich die Neuausrichtung und Intensivierung der Jugendarbeit auf die Fahnen geschrieben. Mit dem dritten Platz und 500 Euro Preisgeld wurde der SV Mörsen-Scharrendorf für das Tanzmusical „Bleib stark“ für Kinder und Jugendliche prämiert. Eine Überraschung gab es für den TSV Schwarme um den Vorsitzenden Oliver Hüneke. Jörn B. Nordenholz teilte im Rahmen der Festveranstaltung mit, dass der „Familientriathlon“ auch auf Landesebene Beachtung gefunden hat und überreichte eine Einladung zur Preisvergabe am 20. Oktober in Hannover. Das Preisgeld aus dem Regionalwettbewerb werde vermutlich in das Projekt fließen, sagte Nadine Stüve (Spartenleiterin Ausdauersport). Das vor neun Jahren ins Leben gerufene Angebot für Familien mobilisiert jährlich 300 Teilnehmer aus dem norddeutschen Raum.

In Hannover werden die silbernen „Sterne des Sports“ vergeben. Die landesweit Erstplatzierten haben die Chance auf die „goldene“ Auszeichnung. Die Endausscheidung findet auf höchster politischer Ebene Beachtung. In den vergangenen Jahren haben die Bundeskanzlerin und der Bundespräsident die Bundessieger persönlich ausgezeichnet. mks