Quelle: Kreiszeitung vom 06.02.2012
Von Heiner Büntemeyer
BASSUM Als „eine runde Sache“ bezeichneten mehrere Eltern das erste Bassumer Schulstart-Festival, das am Sonnabend in den Räumen der Volksbank veranstaltet wurde. Dagmar Finkmann (Volksbank) und Annegret Tollkötter (Papier & Tinte) hatten die Idee dazu und entwickelten gemeinsam das Konzept.
Dabei sollten möglichst viele Aspekte des Schulanfangs berücksichtigt werden, entsprechend groß war auch der Kreis der Aussteller. Riesig war die Auswahl an Büchertaschen, Schultüten und Zubehör für den Tag der Einschulung und die ersten Tage danach:
Federtaschen, Mal- und Schreibpapier, Stifte, Getränkeflaschen, Schulbrot- und Früchtebehälter in grellbunten Farben, besetzt mit Feen, Einhörnern, Pferdchen, Sternen und anderem glitzernden Zierrat. Für die jüngeren Brüder oder Schwestern gab es sogar die zur Schultüte passende „Geschwistertüte“ mit etwas geringerem Fassungsvermögen.
„Wir wollten aber auch andere Themen besetzen“, erklärte Dagmar Finkmann die Anwesenheit von etwa 20 Ausstellern. Sportvereine wie der TVE Nordwohlde und der TSV Bassum stellten sich mit Korbball, Judo, Kinderturnen, Kindertanz und Softball vor. Der Förderverein der Syker Stadtbibliothek unterstützte die ehrenamtlich geführte Bassumer Stadtbücherei mit einer Riesenauswahl an Kinder- und Jugendbüchern sowie regelmäßigen Vorleseangeboten aus Astrid Lindgrens „Die Kinder aus der Krachmacherstraße“.
Jan Holdorff, Inhaber von „Fahrwerk Bike & More“, informierte über das verkehrssichere Fahrrad, stellte Räder, Helme und breite Fahrradkörbe vor, in denen der Schulranzen Platz findet.
Gemeinsam mit der Kreisverkehrswacht testeten die Kinder ihre Reaktionsfähigkeit und das vorausschauende Rad fahren an einem digitalen Fahr-Übungsprogramm.
Es ging um das Einschulungsfoto, um „Flexis“ an verkehrssicherer Bekleidung und um Schuhwerk mit Leuchtdioden in der Sohle. Heike Gartemann stellte ihre logopädische Praxis vor, Erasmus Minchevici lud die Kinder zum Besuch der Musikschule „Mauritius“ ein. Es gab Informationen zur gesunden Ernährung und über den bewussten Umgang mit dem Taschengeld.
Dieses sehr informative und umfassende Schulstart-Festival vermittelte den kommenden Schulkindern und deren Eltern die Gewissheit, dass der Schulbeginn inzwischen erheblich mehr ist, als nur der erste Tag in der neuen Schule, mit den neuen Mitschülern und einer neuen Lehrkraft. Sie erhielten rechtzeitig einen Eindruck davon, was am ersten Schultag möglich ist, wenn sie es denn wollen oder es sich leisten können.
Wenn in den Schultüten dann nicht nur Obst und Müsli-Riegel, Malstifte und Schreibpapier sondern auch Armbänder, Halsketten, Schmuck und Armbanduhren liegen, dann sollte ihnen wenigstens bewusst sein, wie schwer es die Pädagogik selbst am Tag der Einschulung hat, sich gegenüber dem Kommerz zu behaupten.
Lara (v.l.) und Sarah testeten am Sonnabend schon die neuen Schulranzen. Sören kann sich damit noch Zeit lassen, aber auch für ihn gibt es bereits zum Schulanfang eine „Geschwister-Schultüte“. Foto: Büntemeyer