„Was der Privatmann zu Hause kann, das kann die Bank doch schon lange“, dachte sich Volksbank-Mitarbeiter Thomas Witt und stieß damit in unserem Hause das Projekt „Photovoltaik“ an. Jetzt wurde auf dem Dach unserer Bassumer Hauptstelle eine entsprechende Anlage in Betrieb genommen.
Auf 323 m² Fläche wandeln seitdem 198 Dünnschichtmodule und 30 kristalline Module Sonnenlicht in Strom um und produzieren damit hauseigene Energie. „Mit dieser Anlage erzeugen wir zukünftig ca. 10 % des bankeigenen Strombedarfs selber“, erklärt Witt. Während die hochkant aufgestellten, nach Süden ausgerichteten kristallinen Module bei starker Sonneneinstrahlung hohe Strommengen produzieren, nehmen die flach auf dem Dach aufliegenden Dünnschichtmodule auch diffuses Tageslicht auf und nutzen so gleichermaßen bedeckte Wetterlagen für die Energiegewinnung.
Herausforderung Denkmalschutz
Privat beschäftigte Thomas Witt sich bereits länger mit der individuellen Nutzung alternativer Energien und realisierte 2010 sein persönliches kleines Kraftwerk. Beruflich ist er für die Themen EDV und Gebäudemanagement zuständig und konnte nun auch hier seine Erfahrungen mit umweltfreundlicher Energiegewinnung einbringen. Neu war jedoch auch für ihn die Herausforderung, die das denkmalgeschütze Gebäude des ehemaligen Amtsgerichtes stellte, denn die Optik des Hauses darf durch eine Photovoltaikanlage weder verändert noch beeinträchtigt werden. Dies gelang durch die Kombination der unterschiedlichen Modultypen.
Zusammenarbeit mit ortsansässigen Unternehmen
Realisiert wurde das Projekt in enger Zusammenarbeit mit der Firma Hansesun GmbH aus Stuhr, die als Profi für Solaranlagen Komplettlösungen aus einer Hand anbietet und dem Syker Ingenieurbüro für Bauwesen Günter Glüsenkamp, das die Prüfung der Statik übernahm. Schließlich führt die Installation der Anlage zu einer Mehrbelastung der Dachfläche von 20 kg/m².
Wartungsarmer Unterhalt
Neben den positiven Umweltaspekten spielten im Laufe der 10-wöchigen Planungsphase auch finanzielle Überlegungen eine Rolle. Ausgelotet wurden dabei unter anderem die unterschiedlichen Varianten der Einspeisevergütung. Jetzt ist davon auszugehen, dass sich das Gesamtprojekt ab dem elften Jahr amortisieren wird. Übrigens sind Photovoltaikanlagen grundsätzlich sehr wartungsarm. Sicherzustellen ist vor allem eine regelmäßige Reinigung der Module.
Aktuell prüft Witt im Auftrag der Bank, inwiefern weitere Volksbank-Geschäftsstellen in der Region Bassum, Stuhr, Syke, Weyhe und Riede für die Installation umweltfreundlicher Photovoltaikanlagen in Frage kommen.
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